03.08.2026 09:30 bis 03.08.2026 16:30

Basler Ferienpass

Die Kraft der Sonne

Sommer, Sonne, Solarenergie! Das mobile Solarkraftwerk Nomatark lädt zum Experimentieren ein. Etwas Theorie, viele Experimente und zum Schluss baust du dir eine eigene Solar-Anwendung.

Kreativangebot Nr. 23 «Wissen & Technik»
Preis: CHF 60.00
Alter: 10-16
Datum: Mo, 3.8.2026
Ort: Quartiertreffpunkt Kasernenareal
Dauer: 09:30-16:30
Mitbringen: Sonnenschutz und Picknick. Bei direktem Sonnenschein spendieren wir einen Hotdog vom Solar-Grill. Getränke werden offeriert.

Buchbar via basler-ferienpass.ch

 

In diesem Sommer steigt das Thermometer in Basel erstmals auf über 40°C. Die Hitze ist nicht nur eine Herausforderung für unsere Kurs-Teilnehmenden, sondern auch für die Energieversorgung in der Schweiz und Europa.

Ende Juni musste das AKW Beznau die Stromproduktion drosseln und schliesslich ganz vom Netz gehen, weil die Aare zu warm wurde. Beznau hat im Gegensatz zu Gösgen und Leibstadt keinen Kühlturm. Sobald das Flusswasser 25 Grad übersteigt, muss das Kernkraftwerk reagieren, um Tiere und Pflanzen zu schützen. Die Anlagen in Beznau gehören zur ersten Generation von AKWs, die mit Flusswasser gekühlt werden. Bei Vollbetrieb benötigen sie rund 40'000 Liter Flusswasser pro Sekunde.

Auch in Frankreich und Rumänien mussten etliche AKWs wegen der Hitze abgeschaltet werden. Rumänien rief wegen des Produktionseinbruchs beim AKW Cernavodă für den ganzen August den landesweiten Notstand aus. In Serbien laufen zwei grosse Donau-Wasserkraftwerke nur noch mit 20 bis 30 Prozent ihrer Kapazität. In Ungarn wird zum Stromsparen aufgerufen; Grossunternehmen können vorübergehend vom Netz genommen werden, für die Verwaltung wurde Homeoffice angeordnet. Grund ist das AKW Paks, das im Regelbetrieb bis zu 50 Prozent des ungarischen Strombedarfs liefert, nun aber fast vollständig abgeschaltet wurde. Die Donau führt wegen der Dürre zurzeit zu wenig und zu warmes Wasser für die Kühlung.

Die neueren Kernkraftwerke in Gösgen und Leibstadt werden durch Umgebungsluft in Kühltürmen gekühlt und sind daher weniger von Wassertemperatur und -menge abhängig. Leibstadt entnimmt dem Rhein derzeit rund 2'900 Liter pro Sekunde, wovon der grösste Teil zurückgeführt wird. Bei Rheinfelden führt der Rhein aktuell rund 400'000 Liter pro Sekunde – deutlich weniger als der langjährige August-Mittelwert von 1’200'000 Litern pro Sekunde. Trotzdem ist Leibstadt noch weit davon entfernt, wegen Wassermangels den Betrieb einstellen zu müssen.

Auch für die Kernkraftwerke selbst gelten Grenzwerte. Sie müssen Ereignissen standhalten, die statistisch einmal pro 10'000 Jahre auftreten. Das Ensi hat für Beznau einen Schwellenwert von 43,1 Grad, für Leibstadt und Gösgen 43,7 Grad festgelegt. Wegen des Klimawandels werden diese Werte voraussichtlich innerhalb der nächsten zehn bis zwanzig Jahre erreicht. Laut Meteorologe Lionel Peyraud wären Temperaturen bis zu 44 Grad gemäss ETH-Berechnungen unter bestimmten Voraussetzungen schon heute möglich.

Auch die Laufwasserkraftwerke produzieren wegen der tiefen Flusspegel deutlich weniger Strom. Kleine Flüsse sind teilweise nur noch Rinnsale, während Aare, Rhein und Rhone so wenig Wasser führen wie selten seit Beginn der Messungen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel produzieren die Laufwasserkraftwerke im Juli deutlich weniger Strom (z.B. Alpiq -15%, Repower -25%, Kraftwerk Birsfelden -40%).

Zum Glück verhindert der viele Sonnenstrom hierzulande einen Stromengpass!

Obwohl die Laufwasserkraftwerke weniger Strom liefern und die AKW Beznau I und II vom Netz sind, kam es in der Schweiz bisher zu keinem Stromengpass. Grund sind vor allem die vielen Sonnenstunden: Solaranlagen produzieren täglich von früh bis spät viel Strom. Anders als noch vor wenigen Jahren leisten sie diesen Sommer einen substanziellen Beitrag zur Stromversorgung. Grund dafür ist insbesondere der massive Zubau von Solaranlagen seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

Die Eidgenössische Elektrizitätskommission Elcom schreibt auf Anfrage von SRF:

«Die Solarenergie wirkt derzeit als bedeutender Puffer gegenüber den ungünstigen hydrologischen Bedingungen in der Schweiz. Ohne den starken Ausbau der Photovoltaik in den vergangenen Jahren wäre die Strombilanz derzeit angespannter.»

Konkret helfen die Solaranlagen also mit, das Wasser in den Pumpspeicherseen zu schonen. Dieses Wasser wird vor allem vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang für die Stromproduktion genutzt, wenn die Solaranlagen keinen Strom mehr liefern.


Quellenangabe:
SRF, AKW kämpfen mit der Hitzewelle – aber nicht alle, srf.ch/news/wirtschaft/kernkraft-in-der-schweiz-akw-kaempfen-mit-der-hitzewelle-aber-nicht-alle
Watson, Hitze-Grenzwert bei Schweizer AKW ist bald erreicht, watson.ch/schweiz/extremwetter/507010474-hitze-grenzwert-fuer-schweizer-atomkraftwerke-bald-erreicht
Tamedia 24Heures, Les centrales nucléaires peuvent-elles résister aux canicules? 24heures.ch/centrales-nucleaires-greenpeace-sinquiete-face-aux-canicules-491247692738
Kraftwerk Birsfelden AG, Monatliche Stromproduktion 2026 kw-birsfelden.ch/de/statistik/monatliche-stromproduktion-in-gwh
SRF, Hitze und Stromversorgung – Keine Stromlücke in der Schweiz dank Solarenergie, srf.ch/news/schweiz/hitze-und-stromversorgung-keine-stromluecke-in-der-schweiz-dank-solarenergie
MeteoSchweiz, Klima-Monitor, meteoschweiz.admin.ch/service-und-publikationen/applikationen/klima-monitor.html#tab=climate-monitor-diagram
 

Eine Veranstaltung des

Verein Nomatark

Veranstaltungspartner

Baseler Ferienpass

Datum und Ort

3.8.2026, 09:30-16:30
Quartiertreffpunkt Kasernenareal

Workshopleitung

Fabian Müller 

Feedback

«Es war toll. Ich habe eine Freude gehabt. Es war interessant!»
Anonym

«Ich fand den Kurs gut, weil man viel ausprobieren und mitmachen konnte. Es wurde auch zwischen Vorträgen und ausprobieren abgewechselt.»
Mädchen, 12 Jahre

«Der Ort war schön. Es hat Spass gemacht das Flugzeug zu bauen. Das Modell über was in der Solarzelle passiert war gut. Es war auch toll, mit den Spiegeln und Lupen in der Sonne zu experimentieren.»
Nora, 13 Jahre

«Der Tag hat mir gefallen, weil ich nur mit Licht eine Zeitung zum rauchen gebracht habe und mich zu Hause nicht langweilen musste.»
Maximilian, 9 Jahre

«Der Kursleiter hat man gut verstanden und man hat gemerkt, dass sich jemand Mühe gegeben hat. Wir konnten viel lernen. Die Fragen wurden zu lange beantwortet. Danke ☺war toll!»
Marie, 12 Jahre

«Der Tag war toll aber heiss. Es war spannend und lustig. Man konnte viel lernen und hatte auch Spass.»
Lars, 14 Jahre

«Ich fand das Solar-Hot-Dog toll.»
Marlon, 9 Jahre

«Ich fand vieles toll, aber es ging auch sehr lange. Am besten fand ich das Solar-Flugzeug bauen.»
Junge, 10 Jahre

«Es war sehr spannend und ich fand den Aufbau gut.»
Anonym

 

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Basler Ferienpass

9

18.3 kg

1

7 h

2.7 km

0.63 kWh

Berechnungsweise

Folgenden Formeln verwendet unser Veranstaltungs-Counter

Berechnung PV-Strom in kWh:

Eine Wattstunde entspricht der Energie, welche ein System (z. B. Maschine, Mensch, Glühlampe) mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt. Im Alltag gebräuchlich und verbreitet ist die Kilowattstunde (kWh), das Tausendfache der Wattstunde.

Unsere mobilen Solarkraftwerke sind mit jeweils drei PV-Modulen à 54 W ausgerüstet. Je nach Veranstaltung, Energiebedarf und Technik werden bis zu vier Solaranhänger eingesetzt. Wir zählen die Anzahl eingesetzter Solarkraftwerke und die Sonnenstunden.

Wh = Anzahl Solar-Anhänger • 150 W • Sonnenstunden

kWh = Anzahl Solar-Anhänger • 150 W • Sonnenstunden ÷ 1'000

CO₂-Äquivalente:

Bei der Verbrennung eines Liters Benzin (0.74 kg) bilden sich ca. 2.32 kg CO2 (und Wasserdampf). Dazu werden rund 10.4 kg bzw. 10‘000 Liter Luft benötigt. Bei einem Sauerstoffanteil von 21% sind dies ca. 2.2 kg Sauerstoff.
Die Treibhausgase entstehen aber nicht erst bei der Verbrennung im Motor der Fahrzeuge (Auspuff-Emissionen). Förderung, Transport, Raffinerie, Feinverteilung und Infrastrbauten wie Tankstellen oder Popeline veruraschen ebenfalls Emissionen. Die Treibhausgasemissionen der Bereitstellung von Benzin betragen rund 0.461 kg CO2 bzw. 0.76 kg CO2-eq pro Liter Benzin.

CO₂-Äquivalente (CO2-eq ) sind eine Masseinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase. Neben dem wichtigsten von Menschen verursachten Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere Treibhausgase wie beispielsweise Methan oder Lachgas. Die verschiedenen Gase tragen nicht in gleichem Masse zum Treibhauseffekt bei und verbleiben über unterschiedlich lange Zeiträume in der Atmosphäre. Um die Wirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar zu machen, hat das Expertengremium der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) das so genannte «Globale Erwärmungspotenzial» (Global Warming Potential) definiert. Dieser Index drückt die Erwärmungswirkung einer bestimmten Menge eines Treibhausgases über einen festgelegten Zeitraum (meist 100 Jahre) im Vergleich zu derjenigen von CO2 aus. So hat z.B. Methan eine 28× grössere Klimawirkung als CO2, bleibt aber weniger lange in der Atmosphäre. Die Klimawirkung von Lachgas übersteigt die von CO2 sogar um beinahe das 300fache. Treibhausgasemissionen können in CO2-Äquivalente umgerechnet und zusammengefasst werden. CO2-Äquivalente werden mit der Abkürzung «CO2-eq» bezeichnet. 

Berechnungsgrundlage eingesparte Treibhausgase:

Nomatark produziert – von der Atmung abgesehen – sowohl beim Transport als auch bei der Aufbereitung des Stroms kein Kohlenstoffdioxid. Als Reverenz für das eingespahrte CO2 nutzen wir den CO2-Ausstoss eines durchschnittlichen benzinbetriebenen Pkw addiert mit den Abgasen eines, für die Stromerzeugung handelsüblichen, benzinbetriebenen Stromaggregats minus der CO₂-Äquivalente von Photovoltaikanlagen pro kWh. Aus dem Auspuff des Generators kämen, vom CO2 abgesehen, noch Kleinstmengen (Mikrogramm) weiterer Treibhausgase wie N2O und CH4 (viel weniger als 1 Promill THGE). Diese Treibhausgase werden in unserer Berechnung nicht berücksichtigt.

Wir nutzen unsere mobilen Solarkraftwerke auch als Transportmittel für die Technik. Drei unserer Fahrradanhänger entsprechen dem Ladevolumen von einem Pkw. 

Referenzwerte für Treibhausgase:

CO2-eq  Benzin: 3.08 kg/L
CO2-eq  Pkw: 1.9764 kg/km
CO2-eq  E-Bike: 0.1527 kg/km
CO2-eq  PV: 42 g/kWh
Benzinverbrauch Generator: 1.3 L/h

Formel für Treibhausgase:

CO2-eq Einsparung durch Transport in kg: Distanz in km • (Anzahl Pkw • CO2e Pkw - Anzahl E-Bike • CO2e E-Bike) = km • (Anzahl Pkw • 1.9764 - Anzahl E-Bike • 0.1527)
CO2-eq Einsparung durch PV in kg:  Sonnenstunden  • 1.3 • 3.08 - 42 g/kWh

Berechnung km:

Hin- und Rückweg ab unserem Atelier an der Kleinhüningerstrasse 205 in Basel-Stadt. Der Fahrtweg wird via Google Maps eruiert. Egal wie viele Fahrräder und Fahrer:innen eingesetzt werden, als Fahrtweg zählt nur die Strecke zwischen Lager und Veranstaltungsort. Zusätzliche Fahrten (Einkäufe und Personentransporte) vor und während der Veranstaltung werden nicht berücksichtigt.

Anzahl Anlässe:

Jeder Veranstaltungstag wird einzeln gezählt. Mehrtägige Events werden als mehrere Anlässe gewertet. Workshops an Schulen werden pro Klasse gezählt.

 

Quellen:

IPCC 2021 Sixth Assessment Report
Rolf Frischknecht, treeze Ltd.
CO2-Äquivalente PV: Ökobilanz Strom aus Photovoltaikanlagen, Factsheet v1.0, Update 2020, treeze Ltd.
Umweltbilanzierung von Verkehrsmitteln: Matthias, Tuchschmidt, Halder, Markus (Hrsg.): mobitool Grundlagebericht. Bern: Schweizerische Bundesbahnen, SBB 2010.
Benzinverbrauch Generator: Stromagregat Berlan BSTE, 4-Takt Benzin, 2'500 W