04.08.2026 09:30 bis 04.08.2026 16:30

Basler Ferienpass (ausgebucht!)

Solar Akkuschrauber Gokart Rennen

Wir bauen gemeinsam einen Gokart und fahren damit ein Rennen. Als Antrieb nutzen wir einen Akkuschrauber und Strom aus unserem mobilen Solarkraftwerk. Bei Sonnenschein braten wir eine Wurst auf dem Solar-Grill.

Kreativangebot Nr. 95 «Wissen & Technik»
Preis: CHF 60.00
Alter: 10-16
Datum: Di, 4.8.2026
Ort: Quartiertreffpunkt Kasernenareal
Dauer: 09:30-16:30
Mitbringen: Sonnenschutz, Picknick, feste Schuhe, Haargummi bei langen Haaren

Buchbar via basler-ferienpass.ch AUSGEBUCHT!
 

Es ist unglaublich heiss auf der Asphaltfläche der Kaserne. Das Thermometer steigt an diesen Tagen auf über 40°C. Schuld ist die Klimaerhitzung – unter anderem durch die Abgase von Verbrennerautos. Über 50 Prozent der in der Schweiz benötigten Energie stammen aus fossilen Quellen. Höchste Zeit also, unsere Mobilität zu elektrifizieren und uns unabhängiger vom Erdöl zu machen. Wie das funktioniert, zeigen wir gleich selbst  mit einer E-Ladestation und einem selbstgebauten E-Gokart.

Bevor wir unseren Gokart zusammenbauen, schauen wir uns an, wie ein konventioneller Verbrennungsmotor funktioniert. Der Stirlingmotor ist eine Wärmekraftmaschine, bei der die Verbrennung ausserhalb des Kolbens stattfindet. Dadurch können wir den Prozess beobachten: Warme Luft dehnt sich aus und bewegt den Kolben nach oben. Sie kühlt ab, zieht sich zusammen und bewegt den Kolben wieder zurück. Dieser Vorgang wiederholt sich. Eine einfache Mechanik wandelt die lineare Bewegung in eine kontinuierliche Drehbewegung um: Wärme wird zu Bewegung. Doch nur ein Teil der eingesetzten Energie wird tatsächlich in Bewegung umgewandelt. Ein grosser Teil geht als Abwärme verloren. Verbrennungsmotoren haben einen schlechten Wirkungsgrad und benötigen deutlich mehr Energie als effiziente Elektromotoren. Gleichzeitig entstehen Abgase, die die Klimaerhitzung weiter vorantreiben.

Wie ein Elektromotor funktioniert, zeigen wir mit einer Spule und einem Magneten. Ein Motor wandelt elektrische Energie in Bewegung um. Fliesst Strom durch die Spule, entsteht ein Magnetfeld. Dieses wechselwirkt mit dem Magnetfeld des Magneten und erzeugt eine Drehbewegung. Das funktioniert auch umgekehrt: Verändert sich das Magnetfeld in der Spule, entsteht eine elektrische Spannung. Unser E-Bike-Motor kann deshalb sowohl als Motor als auch als Generator eingesetzt werden. Trennen wir den Motor vom Akku und schliessen ihn an einen Wechselrichter an, können die Teilnehmenden allein mit ihrer Muskelkraft Strom erzeugen.

Elektrische Antriebe schonen also nicht nur das Klima, sie benötigen auch deutlich weniger Energie als Verbrennungsmotoren. Der benötigte Strom kommt aus einheimischer Produktion. Mit der Elektrifizierung unserer Mobilität verringern wir gleichzeitig unsere Abhängigkeit von Ölimporten. Und auch wirtschaftlich sind Elektrofahrzeuge interessant: Die Betriebskosten sind deutlich niedriger!

Die Preise für Benzin und Diesel können je nach geopolitischer Lage stark schwanken. So stieg der Rohölpreis der Sorte Brent pro Barrel (159 L) Anfang Jahr während des Angriffskriegs Israels und der USA auf den Iran am 28. Februarinnerhalb innerhalb weniger Tage von 70 auf über 110 US-Dollar. An Schweizer Tankstellen führte das innert kürzester Zeit zu Preisen von über CHF 2.5 pro Liter Kraftstoff. Nachdem sich die Märkte etwas beruhigt hatten, sorgten das extrem heisse Sommerwetter und die Dürre im Juli und August erneut für Preissteigerungen von weit über CHF 2.00 pro Liter. Der tiefe Wasserstand des Rheins erschwert den Transport: Frachtschiffe können aktuell nur noch etwa 30–40 Prozent geladen werden, Mineralöltanker gar noch weniger. Weniger Ladung bedeutet mehr benötigten Schiffsraum und steigende Transportkosten, konkret um das 2–3 fache. Auch langfristig wird sich diese Situation verschärfen. Für den Abfluss des Rheins bei Basel wird der Anteil des Gletscherschmelzwassers im Jahresmittel auf 5 % geschätzt. In sehr heissen, trockenen Sommern kann er 20–25 % erreichen. Im Extremjahr 2003 wurden für den August sogar 31 % modelliert. Dieses Wasser wird fehlen, sobald die Gletscher in den Jahren 2050 bis 2100 aufgrund der Klimaerwärmung komplett verschwunden sind. 2026 ist die Situation besonders prekär, weil bereits im Winter wenig Schnee gefallen ist. In weiten Teilen der Alpen lag schon im Juni kein Schnee mehr. Dieses Schmelzwasser fehlt dann im Sommer in den Flüssen. Gleichzeitig schmelzen die Gletscher schneller, weil die schützende Schneedecke fehlt.

Die Photovoltaik ist bereits heute die günstigste Form der Stromerzeugung und sie macht elektrische Mobilität besonders attraktiv. Als praxisnahe Grössenordnungen gilt: Ein E-Auto verbraucht im Alltag etwa 15 bis 20 kWh pro 100 km, ein effizienter Benziner etwa 5,5 bis 7 Liter pro 100 km. Der tatsächliche Verbrauch hängt unter anderem von Gewicht, Temperatur, Geschwindigkeit und Fahrprofil ab. Rechnen wir beispielhaft mit 18 kWh pro 100 km, liegen die reinen Energiekosten beim Laden mit Haushaltsstrom je nach Gemeinde, Netzgebiet und Tarifmodell grob bei 4 bis 6 Rappen pro Kilometer. Besonders günstig wird es mit eigener eigenen Photovoltaikanlage: Wird das Auto direkt mit Solarstrom geladen, können die Energiekosten bei etwa 2 bis 4 Rappen pro Kilometer liegen.

Die Sonne liefert also nicht nur günstige Energie, sie kann uns auch helfen, unsere Mobilität unabhängiger, effizienter und klimafreundlicher zu machen.

Weitere Infos zum Akkuschrauber-Go-Kart inkl. einem detaillierteren Energie- und Rohstoffvergleich E-Mobilität vs. Verbrenner findest du in unserm Archiv-Beitrag «Projektwoche E-Mobilität».


Quellenangabe:
Kraftwerk Birsfelden AG, Wasserführung des Rheins in Basel, kw-birsfelden.ch/de/statistik/wasserfuehrung-des-rheins
SRF, Tiefer Wasserpegel bremst die Schifffahrt aus, srf.ch/news/wirtschaft/basler-rheinhaefen-jeder-tropfen-zaehlt-tiefer-wasserpegel-bremst-die-schifffahrt
Swiss glacier mass loss during the 2022 drought: persistent streamflow contributions amid declining melt water volumes, hess.copernicus.org/articles/30/23/2026/hess-30-23-2026.html?utm_source=chatgpt.com
Elevation-dependent compensation effects in snowmelt in the Rhine River Basin upstream gauge, sciencedirect.com/science/article/pii/S1998956326002661?utm_source=chatgpt.com
MeteoSchweiz-Blog, War das der Sommer der Zukunft? meteoschweiz.admin.ch/ueber-uns/meteoschweiz-blog/de/2026/08/war-das-der-sommer-der-zukunft.html
MeteoSchweiz, Klima-Monitor, meteoschweiz.admin.ch/service-und-publikationen/applikationen/klima-monitor.html#tab=climate-monitor-diagram
Solar is now ‘cheapest electricity in history’, confirms International Energy Agency (IEA) in its “Global Energy Review 2020” report, iea.org/reports/global-energy-review-2020
Vergleich: Laden, Tanken, Eigentum – die echten Kosten pro Kilometer in der Schweiz, nachhaltigleben.ch/energie/e-auto-kosten-pro-kilometer-schweiz-laden-im-vergleich-7801
Benzin vs. Strom 2026: Was kosten 100 km wirklich? blog.clyde.ch/steigende-benzinpreise-2026
Brent Crude Oil (USD/Bbl), de.tradingeconomics.com/commodity/brent-crude-oil

Eine Veranstaltung des

Verein Nomatark

Veranstaltungspartner

Baseler Ferienpass

Datum und Ort

4.8.2026, 09:30-16:30
Quartiertreffpunkt Kasernenareal

Workshopleitung

Fabian Müller

Feedback

«Ich fand es sehr cool - nur ein bisschen zu lange. Es wäre noch cooler, wenn wir zwei oder sogar drei Gokarts gebaut hätten.»
Junge, 12 Jahre

«Ich fand es mega toll, weil ich viel gelernt habe und auch weil ich das Zuammenbauen liebe. Auch das Fahren hat Spass gemacht☺»
Junge, 11 Jahre

«Es wäre noch besser, wenn jeder einen eigenen Gokart gebaut hätte und wir dann ein richtiges Rennen gemacht hätten.»
Junge, 13 Jahre

«Super good, while also being educational. Very interesting, and the go-kart was super cool!»
13-year-old boy

«Ich fand es toll, das wir fahren konnten und hätte gerne mehrere gebaut für ein Rennen gegeneinander.»
Junge, 13 Jahre

«Wenn es nicht so heiss wäre, würde ich jeden Tag herkommen und den Workshop nochmals besuchen.»
Junge, 13 Jahre

«Mit dem Gokart fahren war mega toll und auch das Zusammenbauen und die Bahn entwerfen war sehr toll.»
Junge, 13 Jahre

«You gave very clear instructions and explained how things worked very well (e.g. engines/motors) and overall did a good job especially with the demos.»
14-year-old boy

 

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Basler Ferienpass (ausgebucht!)

8

18.3 kg

1

7 h

2.7 km

0.63 kWh

Berechnungsweise

Folgenden Formeln verwendet unser Veranstaltungs-Counter

Berechnung PV-Strom in kWh:

Eine Wattstunde entspricht der Energie, welche ein System (z. B. Maschine, Mensch, Glühlampe) mit einer Leistung von einem Watt in einer Stunde aufnimmt oder abgibt. Im Alltag gebräuchlich und verbreitet ist die Kilowattstunde (kWh), das Tausendfache der Wattstunde.

Unsere mobilen Solarkraftwerke sind mit jeweils drei PV-Modulen à 54 W ausgerüstet. Je nach Veranstaltung, Energiebedarf und Technik werden bis zu vier Solaranhänger eingesetzt. Wir zählen die Anzahl eingesetzter Solarkraftwerke und die Sonnenstunden.

Wh = Anzahl Solar-Anhänger • 150 W • Sonnenstunden

kWh = Anzahl Solar-Anhänger • 150 W • Sonnenstunden ÷ 1'000

CO₂-Äquivalente:

Bei der Verbrennung eines Liters Benzin (0.74 kg) bilden sich ca. 2.32 kg CO2 (und Wasserdampf). Dazu werden rund 10.4 kg bzw. 10‘000 Liter Luft benötigt. Bei einem Sauerstoffanteil von 21% sind dies ca. 2.2 kg Sauerstoff.
Die Treibhausgase entstehen aber nicht erst bei der Verbrennung im Motor der Fahrzeuge (Auspuff-Emissionen). Förderung, Transport, Raffinerie, Feinverteilung und Infrastrbauten wie Tankstellen oder Popeline veruraschen ebenfalls Emissionen. Die Treibhausgasemissionen der Bereitstellung von Benzin betragen rund 0.461 kg CO2 bzw. 0.76 kg CO2-eq pro Liter Benzin.

CO₂-Äquivalente (CO2-eq ) sind eine Masseinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase. Neben dem wichtigsten von Menschen verursachten Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere Treibhausgase wie beispielsweise Methan oder Lachgas. Die verschiedenen Gase tragen nicht in gleichem Masse zum Treibhauseffekt bei und verbleiben über unterschiedlich lange Zeiträume in der Atmosphäre. Um die Wirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar zu machen, hat das Expertengremium der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) das so genannte «Globale Erwärmungspotenzial» (Global Warming Potential) definiert. Dieser Index drückt die Erwärmungswirkung einer bestimmten Menge eines Treibhausgases über einen festgelegten Zeitraum (meist 100 Jahre) im Vergleich zu derjenigen von CO2 aus. So hat z.B. Methan eine 28× grössere Klimawirkung als CO2, bleibt aber weniger lange in der Atmosphäre. Die Klimawirkung von Lachgas übersteigt die von CO2 sogar um beinahe das 300fache. Treibhausgasemissionen können in CO2-Äquivalente umgerechnet und zusammengefasst werden. CO2-Äquivalente werden mit der Abkürzung «CO2-eq» bezeichnet. 

Berechnungsgrundlage eingesparte Treibhausgase:

Nomatark produziert – von der Atmung abgesehen – sowohl beim Transport als auch bei der Aufbereitung des Stroms kein Kohlenstoffdioxid. Als Reverenz für das eingespahrte CO2 nutzen wir den CO2-Ausstoss eines durchschnittlichen benzinbetriebenen Pkw addiert mit den Abgasen eines, für die Stromerzeugung handelsüblichen, benzinbetriebenen Stromaggregats minus der CO₂-Äquivalente von Photovoltaikanlagen pro kWh. Aus dem Auspuff des Generators kämen, vom CO2 abgesehen, noch Kleinstmengen (Mikrogramm) weiterer Treibhausgase wie N2O und CH4 (viel weniger als 1 Promill THGE). Diese Treibhausgase werden in unserer Berechnung nicht berücksichtigt.

Wir nutzen unsere mobilen Solarkraftwerke auch als Transportmittel für die Technik. Drei unserer Fahrradanhänger entsprechen dem Ladevolumen von einem Pkw. 

Referenzwerte für Treibhausgase:

CO2-eq  Benzin: 3.08 kg/L
CO2-eq  Pkw: 1.9764 kg/km
CO2-eq  E-Bike: 0.1527 kg/km
CO2-eq  PV: 42 g/kWh
Benzinverbrauch Generator: 1.3 L/h

Formel für Treibhausgase:

CO2-eq Einsparung durch Transport in kg: Distanz in km • (Anzahl Pkw • CO2e Pkw - Anzahl E-Bike • CO2e E-Bike) = km • (Anzahl Pkw • 1.9764 - Anzahl E-Bike • 0.1527)
CO2-eq Einsparung durch PV in kg:  Sonnenstunden  • 1.3 • 3.08 - 42 g/kWh

Berechnung km:

Hin- und Rückweg ab unserem Atelier an der Kleinhüningerstrasse 205 in Basel-Stadt. Der Fahrtweg wird via Google Maps eruiert. Egal wie viele Fahrräder und Fahrer:innen eingesetzt werden, als Fahrtweg zählt nur die Strecke zwischen Lager und Veranstaltungsort. Zusätzliche Fahrten (Einkäufe und Personentransporte) vor und während der Veranstaltung werden nicht berücksichtigt.

Anzahl Anlässe:

Jeder Veranstaltungstag wird einzeln gezählt. Mehrtägige Events werden als mehrere Anlässe gewertet. Workshops an Schulen werden pro Klasse gezählt.

 

Quellen:

IPCC 2021 Sixth Assessment Report
Rolf Frischknecht, treeze Ltd.
CO2-Äquivalente PV: Ökobilanz Strom aus Photovoltaikanlagen, Factsheet v1.0, Update 2020, treeze Ltd.
Umweltbilanzierung von Verkehrsmitteln: Matthias, Tuchschmidt, Halder, Markus (Hrsg.): mobitool Grundlagebericht. Bern: Schweizerische Bundesbahnen, SBB 2010.
Benzinverbrauch Generator: Stromagregat Berlan BSTE, 4-Takt Benzin, 2'500 W